Es riecht nach Öl, Gold und weiteren Ressourcen
von Dr. phil. Henriette Hanke Güttinger
Auf einem riesigen Erdölvorkommen im «Hinterhof der USA» sitzt – seit der Regierung unter dem damaligen Staatspräsidenten Hugo Chávez – eine Volksregierung, die auf einem für beide Seiten fairen Handel besteht und sich nicht mehr von den USA ausplündern lassen will. Eine solche Weigerung, den USA Untertanendienste zu leisten, hat schlimme Folgen.
Sanktionen, Staatsstreichsversuche gegen Hugo Chávez und Nicolas Maduro und neuerdings ein US-Kopfgeld auf Maduro von 50 Millionen Dollar gekoppelt mit der Verleumdung, er sei Boss eines Drogenkartells. Aktuell sind US-Kriegsschiffe in den Gewässern vor Venezuela.
Die Taschenspielertricks, mit der die USA seit ihrer Unabhängigkeit zahllose Kriege angezettelt haben, sind uralt und stinken zum Himmel. Stets wird die Regierung des Landes, das die USA ins Fadenkreuz nimmt, mit schmutzigen Lügen gezielt diffamiert und entmenschlicht. Westliche Medien greifen diese Lügen der US-Propagandaabteilung auf und lassen sie durch gebetsmühlenartiges Wiederholen als Wahrheiten erscheinen.
In der Ersten und Zweiten Welt funktioniert das noch einigermassen. In der ehemaligen Dritten Welt hat das noch nie gezogen. Dort werden US-Lügen in Medien wie TeleSur scharf und kristallklar analysiert. So auch im Falle von Nicolas Maduro, dem vom Volk gewählten Staatspräsidenten von Venezuela, auf den der US-Präsident Trump ein Kopfgeld von 50 Millionen Dollar ausgesetzt hat und den er mit der schmutzigen Lüge diffamiert, er sei in den internationalen Drogenhandel involviert.
Die Frage nach dem Zweck dieser Lüge lohnt sich. Fündig wird man, wenn man die venezolanischen Ressourcen ins Auge fasst. Gemäss dem Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika e.V. (fdcl) verfügt Venezuela «über die grössten derzeit bekannten Erdölvorkommen weltweit. [ … ] Venezuela verfügt über bedeutende Vorkommen an Gold, Kupfer, Diamanten, Eisen, Bauxit und Coltan.» (Vgl. Artikel von Pino Arlacchi)
¹ Acht Kriegsschiffe, die mit Raketen bestückt sind, sowie ein atomgetriebenes U-Boot liegen vor der Küste von Venezuela
² ak-rohstoffe.de/wp-content/uploads/2021/05/FDCL_FACT_Venezuela_web.pdf
TeleSur – Berichte aus Lateinamerika, die die Realität abbilden
hhg Am 3. Juni 2025 berichtete TeleSur über einen Beitrag von Venezuela für mehr Frieden in unserer Welt, in dem Nicolas Maduro aus seiner wöchentlichen Fernsehsendung «Con Maduro+» zitiert wurde: «Eine neue Organisation für internationale Mediation entsteht, und wir haben sie unterzeichnet.
Der Präsident der Nationalversammlung, Jorge Rodríguez, hat mir mitgeteilt, dass sie morgen in der Nationalversammlung zur nationalen Debatte vorgelegt wird. Sehr bald könnte Venezuela das erste Land der Welt sein, das sie gemäss der Verfassung verabschiedet, und sie wird zu einem Gesetz der Republik werden».
Am 18. Juni 2025 berichtete TeleSur über die Stellungnahme Venezuelas zum völkerrechtswidrigen, von den USA unterstützten israelischen Angriff auf den Iran: «Die venezolanische Regierung hat in einer offiziellen Erklärung des Aussenministeriums die jüngsten Militärschläge Israels gegen iranisches Territorium, bei denen mehr als 220 Menschen getötet und über 1800 verletzt wurden, scharf verurteilt.
In der Erklärung wurden die Angriffe auf die zivilen Nuklearanlagen des Iran als schwerwiegender Verstoss gegen das Völkerrecht und als Bedrohung für die regionale und globale Stabilität angeprangert.» Während die Regierung von Nicolas Maduro das Völkerrecht verteidigte und Israel und die USA für ihren Angriffskrieg kritisierte, freute sich der deutsche Bundeskanzler, Friedrich Merz, öffentlich darüber, dass Israel/USA im Iran für uns die «Drecksarbeit» machen würden. Das ist regelbasierte westliche Politik.
Am 8. September 2025 berichtete TeleSur, der brasilianische Ministerpräsident, Lula da Silva, habe die amerikanische Militärpräsenz in der Karibik scharf kritisiert: «Die bewaffnete Präsenz der grössten Weltmacht in der Karibik ist ein Spannungsfaktor, der unvereinbar ist mit dem Streben nach Frieden in dieser Region.» Lateinamerika und die Länder der Karibik hätten 1968 den Vertrag von Tlatelolco unterzeichnet, mit dem für dieses Gebiet – einer Region des Friedens – ein Verbot, Atomwaffen einzusetzen, vereinbart worden sei.
