«Der Mensch wird am Du zum Ich»

Über die Bedeutung der ersten Beziehung zwischen Mutter und Kind

von Dr. phil. Alfred Burger, Pädagoge und Schulleiter

Fast in jeder Klasse sitzen zahlreiche Kinder, die an Problemen leiden, für die sie zusätzliche Unterstützung brauchen, einen Nachteilsausgleich haben, heilpädagogischen Förderunterricht besuchen wegen Diskalkulie (Rechenstörung), Dyslexie (Lernstörung in den Bereichen Lesen und Scheiben), LRS (Lese- und Rechtschreibschwäche), ASS (Autismus-Spektrum-Störung), ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung) und andere mehr.

In letzter Zeit sind immer wieder neue Störungsbilder auf die Schulen zugekommen. Diese sind im Diagnostischen und Statistischen Manual Psychischer Störungen (DSM) aufgeführt. So die Autismus-Spektrum-Störung im DSM-5 im Jahre 2013. Für diese Störungen steht eine ganze Anzahl von Medikamenten (meist Psychopharmaka) zur Verfügung, die die Probleme der Kinder beheben sollen. Doch es gibt auch Alternativen.

Oben erwähnte Erscheinungen werden fast ausschliesslich von einer biologistischen Warte aus betrachtet, d. h., man nimmt an, dass sie eine genetische Ursache haben. Irgendetwas soll in den Gehirnen der Kinder nicht stimmen. Auf die Frage, warum man das früher nicht gesehen habe, kommt als Antwort meist der lapidare Hinweis auf genauere Untersuchungsmethoden, die heute zur Verfügung stünden. Die moderne Sichtweise der Epigenetik sieht die Gene aber nicht mehr als starre Gebilde, sondern als flexible Bausteine, die aktiv sein oder ruhen können. Damit kommt den Einflüssen, denen Kinder ausgesetzt sind, eine zentrale Bedeutung zu. Es ist leider zu wenig bekannt, dass es früher auch andere Ansätze gab als heute, die abweichendes Verhalten von Kindern zu erklären versuchten.

Wissenschafter suchten nach Antworten, wie Probleme bei Kindern entstehen und wie sie sich entwickeln, und zwar schon ab frühester Kindheit. Mit der Aussage des Philosophen Martin Buber, «Der Mensch wird am Du zum Ich» wird die Bedeutung der Beziehung in der Persönlichkeits- und Charakterentwicklung deutlich. Entscheidend für das Leben eines Kindes ist die Art und Weise, wie wir ihm begegnen und wie wir den Erziehungsprozess gestalten. Dieser Ansatz steht auf einer anderen Ebene; der Mensch wird nicht als simples Resultat des Gehirns und des Wirkens festgelegter Gene gesehen, sondern als ein Produkt eines äusserst komplizierten Entwicklungsprozesses im Wechselspiel mit den Beziehungspersonen. Alfred Adler, der Begründer der Individualpsychologie, hat dazu eine eindrückliche wissenschaftliche Lehre entwickelt, von der heute leider kaum mehr gesprochen wird.

Mutter-Kind-Beziehung in den ersten sechs Lebensmonaten

Angesichts der Flut von kindlichen Störungen, die sich heute fast explosionsartig ausbreiten, lohnt es sich, eine wissenschaftliche Untersuchung zu lesen, die auf einem von Buber, Adler, Neopsychoanalytikern, Entwicklungspsychologen und vielen anderen postulierten personalen Ansatz beruht. So hat Daniel Stern, ein amerikanischer Psychologe,1 in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts akribisch genau untersucht, wie sich die Beziehung von Mutter und Kind in den ersten sechs Lebensmonaten entwickelt. Dabei beobachtete er Mütter und Kinder im Labor mit Filmaufnahmen, die er im Nachhinein genau sequenzierte, d. h. in kürzeste Abschnitte zerlegte, um genaueste Veränderungen in der Mimik, in Bewegungen usw. zwischen Kind und Mutter zu untersuchen. Weiter beobachtete er sie auf Spielplätzen und während anderer Situationen.

Daniel Stern wollte

  • erforschen, wie das Kleinkind in den ersten sechs Monaten sein Wesen entfaltet;
  • wissenschaftlich untersuchen, wie das Lernen des Kindes in seiner frühesten Umwelt genau geschieht;
  • herausfinden, was die Betreuungspersonen (meistens die Mütter) und die Kleinkinder als Repertoire für die Kontaktaufnahme zur Verfügung haben;
  • erfahren, wie Mutter und Kind sich gegenseitig beeinflussen können;
  • untersuchen, was geschieht, wenn die Interaktion zwischen Mutter und Kind aus verschiedensten Gründen sich fehlerhaft entwickelt oder nur teilweise in Gang kommt.

In dieser knapp bemessenen Periode von sechs Monaten «hat das Baby gelernt, wie es seine Mutter dazu bewegen kann, mit ihm zu spielen und dann eine Interaktion mit ihm einzuleiten; es versteht sich nun schon sehr gut darauf, den Strom des sozialen Austauschs aufrechtzuerhalten und zu modulieren; es beherrscht die Signale, mit denen sich eine interpersonale Begegnung beenden, vermeiden oder einfach zeitweilig ‹stoppen› lässt. Allgemein formuliert, hat das Kleinkind jetzt die meisten Grundsignale und -konventionen so weit im Griff, dass es die ‹Züge› und strukturierten Sequenzen in Einklang mit denen der Mutter vollziehen kann. Daraus ergeben sich ‹Tänze›, in denen wir soziale Interaktion erkennen. Diese biologisch angelegte Choreographie dient ihm hinfort als Prototyp für jeden späteren interpersonalen Austausch.» (S. 9)2

Das Kleinkind, das noch nicht sprechen kann, erreicht in dieser kurzen Zeitspanne fast alle Fähigkeiten, die es braucht, um mit der Mutter in Kontakt zu kommen, diesen Kontakt aufrechtzuerhalten und bei Bedarf auch abzubrechen. Dieser soziale Austausch, den Stern «Tänze» nennt, ist biologisch angelegt, wird aber von Geburt an zu einem von Mutter und Kind individuell ausgestalteten Spiel von Kontaktaufnahme, Kont­aktunterbruch und auch Kontakt­abbruch ausgebaut, das zu einem Grundmuster für die Beziehungsgestaltung des späteren Lebens des Neugeborenen wird. Im Folgenden soll die Entwicklung dieser sozialen «Tänze» genauer dargelegt werden.

In dieser kurzen Zeit lernt das Kind auch, die Mutter als Person zu erkennen, die für es auch da ist, auch wenn sie abwesend ist. Das Kind findet, wie Stern es nennt, in den ersten sechs Monaten zur Objektpermanenz.

Repertoire von Müttern

Mütter, aber auch alle anderen Menschen, verhalten sich völlig anders, wenn sie mit einem Kleinkind in Kontakt treten wollen. Es handelt sich um ein «vom Kleinkind ausgelöstes Sozialverhalten» (S. 17). Dazu gehören verlangsamtes Sprechen, Stirnrunzeln, weit geöffnete Augen, Lächeln, Blicken, Wegschauen, neutrales Gesicht usw. Wie viele andere Forscher sieht auch Stern diese Verhaltensweisen bei den meisten Menschen in allen Kulturkreisen mehr oder weniger entwickelt und hat sie detailliert und minutiös mit Hilfe von Videoaufnahmen dargestellt.

Die vom Kleinkind ausgelösten Verhaltensweisen bei Beziehungspersonen haben drei hervorstechende Merkmale: Sie werden in räumlicher Hinsicht übertrieben, z. B. Gesichter schneiden, ihre Darbietung wird in zeitlicher Hinsicht übertrieben, d. h., sie sind verlangsamt und verlängert, und schliess­lich sind sie auf mehrere Ausdrucksformen beschränkt, die eher stereotyp angewendet werden. Diese Darbietungsmöglichkeiten des Gesichtsverhalten der Mutter ermöglichen dem Kleinkind, Ausdrucksmöglichkeiten des menschlichen Antlitzes zu erlernen.

Ganz wichtig ist das Sprechen mit dem Säugling. Anfänglich ist nicht der Inhalt wichtig, sondern wie die Mutter spricht: verlangsamt, mit verschiedenen Tonhöhen, flüstern usw. Schliesslich spricht die Mutter mit dem Kind so, dass sie immer eine Pause macht, die exakt einer gedachten Antwortzeit des Kleinkindes entspricht und übt damit den natürlichen späteren Dialog mit ihrem Kind. Da es von allem Anfang um eine Interaktion zweier Menschen geht, ist auch das Verhaltensrepertoire des Kleinkindes von ausschlagender Bedeutung.

Repertoire von Kleinkindern

«Das Kleinkind bringt enorme, beziehungsstiftende Fähigkeiten mit auf die Welt. Sofort ist es als Partner an der Formung seiner ersten und bedeutendsten Beziehungen beteiligt.» (S. 43) Dabei ist das Blicken ein hochwichtiges soziales und bindungsstiftendes Verhalten. Das Neugeborene sieht am Anfang nur im Bereich von 20 cm scharf; genau die Entfernung zum Gesicht der Mutter beim Stillen oder Flaschegeben. Darum ist das menschliche Antlitz ein erster Ausgangspunkt zu seiner frühen Beziehung zum Menschen und von Anfang an ist das Kleinkind darauf eingestellt, dieses interessant zu finden.

Ab etwa der 6. Lebenswoche kann das Kind die Mutter visuell fixieren und den Blick beibehalten, was bei der Mutter den Eindruck auslöst, dass das Kind ihr in die Augen blickt und sie eine Verbundenheit mit dem neuen Menschenkind verspürt. Nun beginnen echte soziale Spiel-Interaktionen, die beide Partner miteinbeziehen. Das Blickverhalten verändert sich mit der Zeit hin auch zu Objekten. Stern beschreibt die weitere Entwicklung sehr genau, zum Beispiel die Gesichtsausdrücke, das Bewegen des Kopfes wie seitliches Abwenden und totales Abwenden des Kopfes als Zeichen für vorübergehenden oder totalen Abbruch des Kontaktes mit der Mutter.

Das Kind, das ja noch nicht sprechen kann, verfügt über ein grosses Repertoire, der Mutter verstehen zu geben, ob es mit ihr spielen will, ihm der Kontakt mit der Mutter teilweise oder ganz zu viel wird usw. Dabei spielt auch das Lächeln eine grosse Rolle. Anfänglich hat es keinerlei Zusammenhang mit der Aussenwelt, es sind neurophysiologische Entladungen des Gehirns, erst später wird es zu einer sozialen Reaktion, ausgelöst zum Beispiel von der Mutter, weiter zu einem Instrument, bei anderen eine soziale Reaktion auszulösen und schliesslich zu einem komplexen Verhalten, das es mit seinen anderen Gesichtsausdrücken koordinieren kann.

Nach Stern hat das Kind am Ende seiner ersten sechs Monate ein umfangreiches Repertoire von Verhaltensweisen, mit denen es seine Betreuungspersonen fesseln und ihnen auch sig­nalisieren kann, wenn es ihm zu viel wird. Die Fähigkeit zu diesem Verhalten ist als Überlebensmerkmal angeboren, ist aber von Beginn an dem Prozess des Lernens unterworfen (vgl. S. 65).

Schritte zum Tanz

Nach Stern sucht das Kleinkind aktiv Reize, es ist aktiv in der Aufnahme von Kontakt zu seiner Beziehungsperson, die auf diese Reize ebenfalls aktiv reagiert. Das führt zu einem «Tanz», ähnlich dem Walzer, bei dem beide Beteiligten lernen, aufeinander einzugehen und lernen müssen, auf die Signale des anderen zu achten, damit man im Einklang miteinander tanzen kann. Bei diesem «Tanz» sind Mutter und Kind nicht immer gleich disponiert. Manchmal muss die Mutter sich bemühen, eine Reaktion bei ihrem Kind hervorzurufen, manchmal ist es auch umgekehrt.

Bei diesem Prozess werden Grenzen verfehlt, von Seiten der Mutter, aber auch vom Kind aus. Weder Mütter noch Kinder sind perfekt. Das hat aber auch gute Seiten, lernen doch beide, sich mit ihren «Schritten» anzupassen. «So gesehen, gehört das Gemisch aus schlechten und guten Tagen, schlechten Stimmungen, guten Stimmungen [ … ] zum notwendigen Panorama realer Ereignisse, die dem Kleinkind helfen, die interpersonalen Fertigkeiten zu erwerben, mit denen es soziale Interaktionen bewältigen kann.» (S. 95) Gegen Ende des ersten Lebensjahres verändern sich die Interaktionen, d. h., der Tanz oder das Spiel zwischen Mutter und Kind wird langsam zu einer ersten, vertieften Beziehung zwischen zwei Menschen und ist ein Prozess, der während des ganzen Lebens niemals aufhört.

Falsche Schritte beim Tanz

Bei dem oben beschriebenen «Tanz» zwischen Mutter und Kind können sich auch falsche Schritte einschleichen, und zwar von Seiten der Mutter, als auch vom Kind. Kinder sind von Natur aus verschieden, wenn sie auf die Welt kommen. Es gibt Kinder, die aktiver sind, andere zurückhaltender in ihren Reaktionen. Auch ihre Konstitution ist verschieden, sie haben ihre Individualität. Auch Mütter sind verschieden: Sie sind ruhig, andere nervös und ungeduldig, wieder andere schnell verunsichert. Eine Mutter, die schon mehr als ein Kind auf die Welt gebracht hat, reagiert auch anders als eine Mutter, die ihr erstes Kind bekommt.

Anhand eines Beispiels einer Mutter, die sehr beherrschend und überstimulierend war, beschreibt Stern die Entwicklung ihres Kindes. Sie konnte nicht darauf eingehen, wenn ihre Tochter den Kopf abwendete und damit signalisierte, dass sie eine Pause wünschte. Die Mutter erzwang immer wieder aktiv den Blickkontakt. Mit der Zeit begann das Mädchen jeden Augenkontakt zu vermeiden und zeigte bald keinen Gesichtsausdruck mehr. Daniel Stern war alarmiert, weil «Vermeiden von Augenkontakt und der Frontalzuwendung des Gesichts das persistenteste und konsistenteste Merkmal (d. h., das deutlichste und hervorstechendste Merkmal) von Autismus beim Kinde ist». (S. 139)

Irgendwie begann sich die Situation aber zu entspannen, vermutlich, weil das Kind lernte, der Mutter auch positive Rückmeldungen zu geben, was der Mutter gestattete, ihr Verhalten zu ändern. Solche Abläufe haben aber auch positive Seiten: «Die ständigen Anpassungsversuche des Kleinkindes in dieser sozialen Situation sind gleichbedeutend mit seiner Erfahrung des Zusammenseins mit jemand anderem.» (S. 141) Sterns Untersuchungen haben gezeigt, dass die meisten Mütter und die meisten Kleinkinder im Normalfall einen Weg finden, ihr Verhalten aufeinander abzustimmen. Kleinkind und Betreuungspersonen bringen von Natur aus, in jahrtausendlanger Evolution vervollkommnet, interaktive Verhaltensweisen ein, deren Zweckbestimmung es ist, lebensfähige und beziehungsfähige Individuen entstehen zu lassen, nicht aber Fehlleistungen (vgl. S. 163).

Falsche Schritte im Tanz können aber auch unbeabsichtigt zu schwerwiegenden Problemen führen. Steuerndes und aufdringliches Verhalten gehört nach Stern zu den häufigsten Ursachen der Überstimulation. Es kann aber auch sein, dass ein Kleinkind sehr reizempfindlich ist, sodass es für die Mutter sehr schwer ist, eine Überstimulation zu vermeiden. Das Abwenden des Blickes gehört zum wichtigsten Instrument der Selbstregulation des Kindes; wenn die Mutter das nicht beachtet, wird das Kind gezwungen, extreme Verhaltensweisen zu entwickeln, wie etwa Verweigerung von Augenkontakt, Erlahmen der Aktivität und Ausbreitung von Resignation. «Die extremeren Anpassungen führen zu starken Formen von Schutz- und Vermeidungsverhalten, die gleichbedeutend sind mit Kindheits-Autismus. Diese Theorien und ihre Abwandlungen müssen allerdings erst noch bewiesen und widerlegt werden.» (S. 147)

Die fundamentale Bedeutung der Erziehung

Diese Ansätze zur Erklärung von Autismus sind nicht weiterverfolgt worden. Sie würden es aber verdienen, weiter verfolgt zu werden. Sie sind einleuchtend und decken sich mit meinen langjährigen Erfahrungen mit Schulkindern als Pädagoge. Interessant wäre es, auch der Frage nachzugehen, weshalb diese Ansätze nicht weiterverfolgt wurden und stattdessen biologistische Modelle mit pharmakologischen Behandlungsmethoden entwickelt wurden. Der Psychoanalytiker Bruno Bettelheim stellte zwar noch die Hypothese von gefühlskalten Müttern auf, deren Verhalten zu Autismus führen könne, was sicher nicht stimmt und auch durch die Untersuchungen von Stern widerlegt ist.

Aber insgesamt wird bis heute jede Position, die Autismus-Spektrum-Störungen in Beziehung mit Erziehungsfehlern bringt, sofort heftig bekämpft. Dabei zeigt gerade Daniel Stern in seinem Werk minutiös und nachvollziehbar auf, wie autistisches Verhalten in der frühesten Beziehung zwischen Mutter und Kind aus bester Absicht heraus ungewollt entstehen kann. Er zeigt das Entstehen solch falscher Schritte vorurteilslos auf, während bei den meisten Menschen, auch bei Ärzten und Wissenschaftern, offensichtlich Erziehungsfehler böse und Erzieher darum zu schonen sind.

Weshalb sollen Erscheinungen wie ASS (Autismus-Spektrum-Störung) und auch andere wie ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung) nicht aus Fehlleistungen aus der Erziehung resultieren? Wir leben in einer Zeit, in der über die fundamentale Bedeutung der Erziehung kaum noch gesprochen und geschrieben wird, und in der psychische Erscheinungen vor allem biologistisch, d. h. hirnorganisch bedingt gesehen werden.

Wäre es da nicht naheliegend, dass Menschen, die heute Diagnosen stellen, mögliche erzieherische Ursachen der in diesem Beitrag erwähnten Probleme heutiger Kinder gar nicht mehr erkennen können, da ihnen das Instrumentarium dazu einfach fehlt? Und weil heute alle Fachleute keine anderen Erklärungen mehr kennen? Dazu passt ein einfacher Vergleich: Hunderte von Menschen gehen über Abdrücke im Gestein hinweg und denken, sie wären schon immer da gewesen. Bis ein Paläontologe vorbeikommt und sofort erkennt, dass es sich um versteinerte Fuss­abdrücke von Sauriern handelt. ■

  1. Daniel Stern (geb. 1934), Entwicklungspsychologe und Psychoanalytiker, war Professor und Direktor des Labaratory of Developmental Processes an der Cornell University, Ithaca N.Y. ↩︎
  2. Daniel Stern: Mutter und Kind. Die erste Beziehung. Klett Cotta 1997. ISBN 978-3-608-91685-0 ↩︎