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«Jeder kann von der EU sanktioniert werden»

Im Grunde genommen bin ich immer noch in der gleichen Situation, ich stehe nach wie vor unter Sanktionen. Die Situation hat sich insofern etwas geändert, als ich seit dem 6. Februar theoretisch eine humanitäre Ausnahmegenehmigung des belgischen Finanzministeriums habe. Ich sage «theoretisch», weil diese Entscheidung von der ING-Bank tatsächlich erst Mitte März umgesetzt wurde. Es ist mir ein limitierter Zugriff auf mein Bankkonto gestattet, um die Grundversorgung sicherzustellen. Es kam aber unerwarteterweise eine Verschärfung durch meine Bank in der Schweiz, der UBS, dazu. Sie hat einseitig entschieden, mir den Zugriff auf meine Konten zu sperren.
Interview mit Jacques Baud, ehemaligem Oberst des Schweizer Nachrichtendiensts […]

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«Die EU stellt das Gesinnungsverbrechen wieder her»

Heute muss man auch Zivilcourage zeigen und konsequent gegen die Willkür unserer Regierungen kämpfen, sonst werden wir nicht nur zu Opfern, sondern auch zu Komplizen. Man muss sich weigern, die Kriegsindustrie in irgendeiner Weise zu unterstützen. Hafenarbeiter oder Flughafenpersonal sollen keine Waffen auf Schiffe oder in Flugzeuge verladen. Kriegstreiber dürfen keine Plattform bekommen.
Interview mit Prof. Dr. iur. et phil. Alfred de Zayas, Völkerrechtler und ehemaliger Uno-Mandatsträger
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Ukraine / Iran: «Wir bewegen uns in einer neuen Form des Absolutismus»

Wir leben in einer Gesellschaft, die mehr Schein als Sein ist. Wer sind die Aussenminister in Europa, die Präsidenten oder Ministerpräsidenten und so weiter? Wir sehen junge Leute in Führungspositionen ohne Erfahrung, oder wir haben ältere wie Trump, aber das ist dasselbe. Sie verhalten sich wie Teenager. Sie wollen keine Ratschläge hören. Sie sind überzeugt, dass sie alles wissen, und so führen sie ihre eigene Politik.
Interview mit Jacques Baud, ehemaligem Oberst des Schweizer Nachrichtendiensts
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Massive kriminelle Übergriffe religiöser israelischer Siedler

Am 15. Mai berichtete der Deutschlandfunk über den Flaggenmarsch von Zehntausenden von Israelis durch Jerusalem, mit dem jedes Jahr die israelische Eroberung von Jerusalem im Sechstagekrieg von 1967 gefeiert wird. Gemäss Deutschlandfunk waren aus dem «Demonstrationszug der zumeist nationalistischen und jüdisch-fundamentalistischen Teilnehmer» immer wieder Parolen zu hören wie «Tod den Arabern», «mögen eure Dörfer brennen» oder «Mohammed ist tot», mit dem der islamische Prophet Mohammed gemeint ist. Der Zug führte auch durch den Teil der Altstadt, in dem die palästinensische Bevölkerung lebt.
von Dr. phil. Henriette Hanke Güttinger
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Plädoyer für direkte Demokratie und Föderalismus

Neben der Staatspolitischen Kommission des Ständerats plädiert nun auch diejenige des Nationalrats dafür, das Vertragspaket Schweiz-EU dem obligatorischen Referendum zu unterstellen. Das heisst, um die Verträge anzunehmen, braucht es in der Abstimmung die Mehrheit von Volk und Ständen (Kantonen).
von Thomas Kaiser
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Die Neutralität als Errungenschaft der Aufklärung

Die Neutralität fusst auf der Erfahrung, dass sich Konflikte nicht mit Gewalt, sondern nur durch Klärung der Ursachen lösen lassen. Neutralität verlangt, Konflikte aufmerksam zu verfolgen, zu verarbeiten und nicht «wegzuschauen». Nur die konsequente Haltung des Neutralen kann die Schweiz aus Konflikten heraushalten. Der neutrale Staat muss auf den Konflikt an sich zielen und nicht auf einen bestimmten Beteiligten eines Konflikts. Indem die neutrale Schweiz nicht einseitig eine Konfliktpartei unterstützt, kann sie mit dem Angebot der Vermittlung zur Konfliktlösung beitragen und ihre Rolle als Schutzmacht bekräftigen.
von Hans Bieri und René Roca
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Eritrea – Hilfe zur Selbsthilfe

Nach mehr als 30 Jahren Befreiungskrieg wurde Eritrea 1991 unabhängig. Von 1998 bis 2000 führte Äthiopien erneut Krieg gegen das Land. Ab 2009 wurden gegen Eritrea Sanktionen verhängt, die zum Teil bis heute aufrechterhalten werden. Eine Entwicklungszusammenarbeit, wie sie zwei gemeinnützige Organisationen aus Deutschland und der Schweiz zusammen mit den Menschen in Eritrea praktizieren, führt – trotz aller Schwierigkeiten – zu wichtigen Verbesserungen im Alltagsleben.
Dr. phil. Henriette Hanke Güttinger […]

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Wird die Schweiz zur «gelenkten» Demokratie?

Nach einem halben Jahr lässt sich Fürst Ignazio I. von Parlaments Gnaden herab, dem Volk und seinen Vertretern, unseren Parlamentariern, denen er rechenschaftspflichtig ist, das Vertragswerk mit der EU vorzulegen. Bisher war es nur einem kleinen Teil der Volksvertreter in einem überwachten «Setting» von höherer Stelle zugestanden, die Verträge unter scharfen Auflagen einzusehen – von gebotener Transparenz und selbstverständlicher demokratischer Kontrolle keine Spur. Eine Machtdemonstration eines wenig gelittenen Bundesrats?
von Thomas Kaiser […]

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Neutralitätsinitiative – Argumente statt Parolen

Neutralität ist ein Grundsatz der Aussenpolitik und kein emotionales Bekenntnis. Die Schweiz darf sich nicht der Nato annähern. Kaum war die Volksinitiative «für eine neutrale, weltoffene und humanitäre Schweiz» eingereicht, zogen die Leitmedien im Chor über sie her: «Blocher-Initiative» oder «Putin-Initiative» lautete das Verdikt. Es sollte das Volksbegehren von allem Anfang an propagandistisch verunglimpfen und jede sachliche Diskussion im Keim ersticken.
von Prof. Dr. Wolf Linder […]

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Die Neutralitätsinitiative als Schweizer Beitrag zu einer starken Friedensbewegung

In den Ländern des Südens hört man die englischen Kriegstrommeln und ruft dazu auf, mit einer starken Friedensbewegung der Kriegstreiberei, dem Militarismus und dem Krieg ein Ende zu setzen. In Europa geniesst man den Beginn des Sommers, viele taub und blind für das, was sich da zusammenbraut, der Propaganda sei Dank. Auch eine Friedensbewegung formiert sich, in der Schweiz beispielsweise mit der Neutralitätsinitiative.
von Dr. phil. Henriette Hanke Güttinger […]

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Russland: Nicht-Beitritt der Ukraine zur Nato ist das A und O

Die Wurzeln des Ukraine-Konflikts liegen in der Antwort auf die Frage, wie sich die Grossmächte die künftige Weltordnung vorstellen: Soll sie unipolar und vom Westen angeführt sein oder multipolar, wofür der globale Süden steht, die Volksrepublik China sowie Russland. Eine zentrale Rolle dabei spielt die Zukunft der Ukraine.
Interview mit Dr. Lothar Schröter
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Jugendgefährdende Regierungen

Über 180 Namen stehen auf einer Säule auf dem Arheilger Friedhof in dankbarer Erinnerung an «unsere gefallenen Helden im Weltkrieg 1914 bis 1918.» Arheilgen, heute ein Stadtteil von Darmstadt, war 1914 eine eigene Gemeinde mit 6000 Einwohnern. Legt man die Bevölkerungsstruktur in Deutschland von 1910 zugrunde, entfielen rund 17 % auf die Jahrgänge 1885 bis 1895. Die Hälfte davon waren Männer: 500 junge Kerle zwischen 20 und 30 Jahren. 180 von ihnen, mehr als jeder Dritte, ist auf dem Schlachtfeld geblieben.
von Dr. Stefan Nold […]

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Besuch bei palästinensischen Bauern im Westjordanland

Die palästinensischen Bauernfamilien im Westjordanland – unter israelischer Besatzung und bedroht durch israelische Siedler – haben es nicht leicht. Eine wichtige Unterstützung für diese Bauern leistet die Agricultural Development Association (PARC)1 sowie die Fairtrade Organisation Al Reef. Unermüdlich unterstützen sie die Bauern, damit sie auf ihrem Land bleiben können. Im Rahmen der «Kampagne Olivenöl aus Palästiana» konnten wir mit Al Reef palästinensische Bauern besuchen.
von Dr. phil. Henriette Hanke Güttinger
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«Die Berggebiete sind ein integraler Bestandteil der Schweiz»

Die Berggebiete machen bei uns zwei Drittel der Landesfläche aus. Es ist völlig klar, die Schweizer Identität ist von den Berggebieten geprägt. Die Schweiz ist historisch in den Bergen entstanden, und ohne die Berggebiete wäre die Schweiz ein anderes Land.
Interview mit alt Nationalrat Thomas Egger, Direktor der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaftfür die Berggebiete […]